3. Hamburger Enduro Challenge

by Sebe 04/05/10

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Enduro-Rennen sind im Kommen. Nach ein-zwei Jahren Anlaufzeit sprießen mittlerweile in ganz Deutschland immer mehr Veranstaltungen dieser Art aus dem Boden. Dies ist zum großen Teil der Arbeit einer kleinen Gemeinde engagierter MTB-Enthusiasten zu verdanken, die den Enduro-Gedanken in Deutschland seit Jahren nach vorne treiben. Matthias Faber, einer der Enduro-Initiatoren und Organisator der 3. Hamburger Enduro Challenge im Interview mit MTBisokay.


MTBisokay: Stelle Dich doch bitte mal kurz vor.

MF: Mein Name ist Matthias Faber, ich bin der Begründer der MTB Enduro-Szene in Hamburg. Seit 30 Jahren bin ich auf dem Bike unterwegs, arbeite bei der Firma BERGAMONT, und besitze die Riderownercompany „Superfly“.

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MTBisokay: Wie kam es zu dem Gedanken „Enduro-Sport“?

MF: Vor ca. 4 Jahren kam mein Bikefreund Uwe Buchholz mit der Story um sein erstes Enduro Rennen im Osten auf mich zu. Mir hat sofort der Crossover-Gedanke gefallen. Auch die Möglichkeit auf meinen Hometrails, hier in Hamburg, solch innovatives neues Rennen zu fahren, fand ich super. Im nächsten Jahr, habe ich dann mit meinem Freund und Partner, TommyT, gleich so eine Enduro-Challenge gemacht.

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MTBisokay: Crossover, wie meinst du das?

MF: Ja, für mich verbindet das Endurofahren genau eine Mischung aus Crosscountryfahren und Downhillfahren. Dazu kommt noch ein bisschen Trailen und natürlich darf das Fliegen nicht fehlen. Eben von jedem etwas. Man bewegt also sein Bike wie bei einer Tour durch den Wald, um schließlich zu den besten Abfahrten, Sprüngen usw. zu kommen und diese dann zu fahren zu fliegen oder zu trailen. Auch das Treten stört da nicht. Alles dient dem Ziel einen großen Spass zu haben und nach der Tour ruhig und ausgeglichen entspannen zu können.

MTBisokay: Und wie sah das Format bei der dritten Enduro Challenge, bei Dir hier in Hamburg aus?

MF: Also das Format war so gestaltet: Alle Teilnehmer fahren zusammen eine festgelegte Tour ab. Es werden während der Tour 5 verschiedene Sonderprüfungen gefahren, bei denen die Zeit genommen wird. Gewinner ist der, der insgesamt auf allen Prüfungen am wenigsten Zeit benötigt.

MTBisokay: Beschreib doch mal kurz den Charakter der Sonderprüfungen.

MF: Also, die Sonderprüfung „Eins“ ging schnell und gerade bergab. Sonderprüfung „Zwei“ war sehr schön zu fahren. Erst ging es etwas flach um Kurven, dann etwas flüssiger in wunderschönen Wellen Richtung Ziel. Hier wartete dann eine extra Klasse Wurzelabfahrt. Bei der Sonderprüfung „Drei“ wurde es richtig knackig. Der flowige Anfang wechselte schnell gegen einige Rampen, um dann wieder in schnelle Abfahrten zu führen. Alles auf sehr feuchtem matschigem Untergrund, der wie eine Schlange an den Rädern zog. Auch hier präsentiert sich das Ende extra Klasse. Eine steile Abfahrt mit einer Rinne die dreimal trailartig gekreuzt werden musste, wartete auf die Fahrer. Auf der „vierten“ Prüfung , schossen alle Fahrer über einen extra flowigen Trail, mit viel Geschwindigkeit und viel Kurven inkl. zwei Steilstücken ins Tal. Bei der „letzte Prüfung“ jagten die Fahrer zuerst in einem kurvigen Flachstück los, schnell schlossen sich Anstiege und Abfahrten an, zum Ende stand die steile, wurzelige und matschbedeckte Rampe vor den Fahrern. Hier mußten alle hoch und das „TAT WEH“. Es wurden sogar Fahrer gesichtet, die schoben. Dafür entschädigte dann aber das Ziel mit einem mit Wurzeln und Absätzen gespickten Zielhang.

MTBisokay: Mensch das liest sich ja nach richtig viel Spass.

MF: Ja das war wirklich auch ein Spaß. Alle Fahrer sind richtig auf Ihrer Kosten gekommen. Wir sind in 5 Std, ca. 700 HM gefahren und haben dazu 30 KM Strecke gemacht. Es waren 40 Fahrer aus der gesamten Republik angereist um bei der Enduro-Challenge teil zunehmen. Es gab natürlich auch Sieger. Kai aus Dresden brauchte für alle Prüfungen weniger als 9 Min und gewann. Zweiter wurde Janosch aus dem Harz und Lokalmaterdor Florian (Vorjahres Sieger) wurde dritter.

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MTBisokay: Kannst du ein kurzes Fazit der Veranstaltung ziehen?

MF: Auch die dritte Enduro-Challenge war ein voller Erfolg, das Enduro-Konzept geht voll auf. Die Teilnehmer waren total begeistert und wollen alle auch bei der 4ten Enduro-Challenge wieder mit dabei sein.

MTBisokay: Vielen Dank für deine Worte.

MF: An euch geht der Dank, daß Ihr mir einen Raum gebt, um den Endurogedanken weiter voranzubringen. Darf ich noch der Gemeinde noch was sagen?

MTBisokay: Na klar, bitte.

MF: Also Leute da draussen, macht mit, schaut euren Wald an und checkt, ob Ihr den Endurogedanken auch bei euch umsetzen könnt. Gerade im Frühjahr, Herbst und Winter passt das Endurofahren wie die Faust aufs Auge.

Ach, ein Dank geht noch raus an die Sponsoren Jungs MAXXIS, SRAM, TSG und 3ESSEN.

Bis zur vierten Challenge.

OUT.