Miriquidi Enduro Race 2009

by Sebe 12/11/09

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Auch in diesem Jahr fand sich Ende Oktober wieder ein buntes Teilnehmerfeld ein um bei der Endurotour der ganz besonderen Art dabei zu sein. Bereits zum dritten Mal wurde der Miriquidi Drecksau Enduro in den Wäldern rund um das Örtchen Lengefeld im Erzgebirge ausgetragen. …

Vom Modus her gestaltet sich die Veranstaltung im Grunde wie eine Rally mit Verbindungsetappen und Wertungsprüfungen. Die Teilnehmer fahren gemeinsam eine Tour von ca. 30km auf der an verschiedenen Stellen einzelne Sonderprüfungen auf Zeit absolviert werden. Allerdings kennt keiner der Teilnehmer den Streckenverlauf im Vorfeld, denn dieser wird bis zum Rennen streng geheim gehalten. Auf den Wertungsprüfungen mit ihren zum Teil anspruchsvollen Abfahrtspassagen kommt es dann vor allem auf die fahrerischen Fähigkeiten an. Wer vorausschauend fährt und sich schnell und  intuitiv den wechselnden Gegebenheiten anpassen kann, ist deutlich im Vorteil. Am Ende des Tages werden dann die Zeiten der einzelnen Sonderprüfungen zusammengezählt und aus den Gesamtzeiten das Klassement bestimmt.

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Klingt interessant? Ist es auch und  macht dazu auch noch richtig viel Spass. Einfach mal ein ganz anderes Fahrerlebnis, wenn man den Verlauf der Strecke vorher überhaupt nicht kennt und einem die Zeit trotzdem im Nacken sitzt. Hinzu kommt, dass man größtenteils nicht auf eingefahrenen Wegen unterwegs ist, sondern häufig über vorher im Grunde nicht wirklich existente Strecken quer durch denn Wald schießt und dadurch manchmal auch die Strecke vor lauter Bäumen nicht sieht. Alles eine ständige Gradwanderung zwischen improvisierter Schnelligkeit und koordinativer Fehleinschätzung, was auf jedem Meter für reichlich Nervenkitzel und am Ende der jeweiligen Wertungsprüfung stets für viel Gesprächsstoff sorgte.

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Nach ca. 25 Tourenkilometern sowie vier anspruchsvollen und abwechslungsreichen Sonderprüfungen lautete der Sieger, wie schon im letzten Jahr: David Schatzki, der mit einer fast schon unverschämten Souveränität über die unbekannten Pfade sauste. Respekt! Am Ende ging es für alle allerdings weniger um Topzeiten als darum, einfach eine gute Zeit zu haben und sich kurz vor Einbruch des Winters noch einmal gemeinsam in den Wäldern zu vergnügen. Scheen wars!

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Vielen Dank an Thomas Frenzel, Trailfinder Jim, Uwe Buchholz sowie alle anderen Helfer für die Organisation dieses tollen Events.

Sebe Over.