New Kids on the Block: Felix Rosendahl

by Charles 05/02/10

Felix Rosendahl Interview

Wir bei MTBisokay beschäftigen uns nicht nur mit Themen und Inhalten die schon jeder kennt und die in irgendeiner Form etabliert sind, sondern ein wichtiger Punkt für uns besteht darin das Neue & noch nicht Entdeckte zu zeigen. Wenn man sich so manches Magazine anschaut bekommt man leider das Gefühl, als gäbe es lediglich eine handvoll Fahrer/Firmen die unseren Sport tragen. Da ist nicht der Fall, denn wenn man sich ein bisschen Mühe gibt und sich mit der deutschen Szene beschäftigt, dann gibt es durchaus Potenzial.
Lange Rede, kurzer Sinn: Mir ist in den letzten zwei Jahren ein Fahrer aufgefallen der mit unheimlich viel Energie und Style unterwegs war und sein Trick-Repertoire kontinuierlich erweitert hat. Felix Rosendahl hat damit nicht nur meine Aufmerksamkeit auf sich gezogen, sondern auch die von Sponsoren. Mittlerweile hat Felix ein ganz vernünftiges SponsorenPaket zusammen und die 2010er Saison wird bestimmt eine Gute. Doch bevor es so richtig losgeht, stellen wir euch erstmal in einem kleinen Interview das „New Kid on the Block“ Felix Rosendahl vor. Danke an Frank@Leaf für das Interview und Hoshi@Sr Suntour für die Bilder.


Name: Felix Rosendahl

Alter: 16

Hometown: Dortmund

Frank: Wie und wann wurdest Du das erste mal auf Dirt Bikes aufmerksam? Was hat Dich daran inspiriert?

Felix: Mein Vater hat mich auf das ganze aufmerksam gemacht. Er fährt schon eine Weile
Touren mit seinen Kumpels. Reuberbike ein Fahrradladen bei uns um die Ecke hat zu seinem 10jährigen Bestehen eine Feier im „Bikepark“ Dortmund Aplerbeck gefeiert.
Dort waren viele kranke Typen die über Erdhügel gesprungen sind. Ich dachte mir, darauf habe ich auch Bock. Eine Woche später habe ich zusammen mit meinem Bruder und ein paar anderen Kindern einen kleinen Sprung gebaut. Als ich sauber über unseren Kicker springen konnte, bin ich direkt zum Bikepark Aplerbeck gefahren und ich habe es geschafft die Line dort durchzuspringen. Von diesem Tag an konnte ich die Finger nicht mehr von diesem Sport lassen.

Frank: Erzähl mal was über Euren Spot, wo treibst Du Dich denn den ganzen Tag so rum?

Felix: Ich habe schon seit Jahren versucht mit Freunden einen eigenen Spot aufzubauen, aber immer ohne Erfolg. Da die Spots immer illegal waren, hat die Stadt sie immer wieder abgerissen. Mein Vater hat das mitbekommen und machte mich auf ein Grundstück aufmerksam, zwei Minuten von unserem Haus entfernt. Wir haben mit der Besitzerin gesprochen ob es ok wäre, wenn wir dort eine kleine Mtb-Strecke bauen würden, da sie das Grundstück eh nicht nutzt. Als sie uns die Zusage gab, haben wir direkt mit dem schaufeln begonnen. Das Meiste haben wir zu Viert geschaufelt, zwei Kumpels, mein Bruder und ich, nach 2 Monaten waren wir komplett fertig.
Das Ergebnis ist eine Line aus 8 Sprüngen und 3 Steilkurven. Die Strecke ist super abwechslungsreich, flowig zu fahren und macht richtig Spaß. Es war schon immer ein Traum von mir ein Grundstück zu haben auf dem man bauen kann was man will! Wir nennen unseren Spot „Boobtrails“.

No DIG, no Spot, no Riding. Felix hält seine "Boobtrails" in Shape. Dürfen wir von MTBisokay auch mal vorbeikommen? PIc: Hoshi K. Yoshida Ich glaube das wir dieses Shot sogar schon mal auf der Seite hatten, aber egal. Ein gut gestylter Table wird nie alt. Pic: Hoshi K. Yoshida
Felix Rosendahl at Boobtrails. Pic: Hoshi K. Yoshida Felix pullt seine Tricks mit viel Energie sowie diesen T-Whip bei Contest in Willingen. Pic: Sebastian Schieck

Frank: Mit wem fährst Du meistens zusammen?

Felix: Meistens fahre ich mit meinen Bruder Konni und Kollegen aus Dortmund:
Philip, die Schneiders, Paul, Phil und Pesling. Wir haben gemeinsam mit dem radeln angefangen und haben immer ne Menge Spaß zusammen.

Frank: Wie sieht ein typiischer sonniger Montag im Leben eines Felix Rosendahls aus. Spulen wir mal direkt vor, die Schule ist zu Ende und die Fütterung abgeschlossen. Hausaufgaben oder fahren?

Felix: Meist geht es direkt zu den Boobtrails und dann fahre ich ununterbrochen. Nach der Session geht es nach Hause und es wird erstmal gut gefuttert. Nach dem Duschen mache ich was zusammen mit Freunden, sitze vorm Pc oder gehe ins Fitnessstudio. Ich langweile mich sehr schnell, deswegen muss ich immer etwas unternehmen.
Frank: Ausser Hausaufgaben? Die kamen bei der Aufzählung nicht vor!?
Felix: ohh die hätte ich ja fast vergessen.

Boom, superseater mit Power. Felix Rosendahl. Pic: Sebastian Schieck

Frank: Mit Deinen gerade mal 16 Jahren gehörst Du zu den wirklich jungen Nachwuchstalenten in Deutschland. Bei den Dirtmasters in Winterberg bist Du das erste Mal mit einer guten Platzierung aufgefallen. Und auch beim darauf folgenden Event hast Du ein paar Profis hinter Dir gelassen. Fängt man dann plötzlich an zu träumen, auch vom Biken leben zu können?

Felix: Richtig realisiert habe ich das eigentlich erst nachdem ich wieder Zuhause war, aber es war jetzt nicht so, dass ich bei meinen Eltern vorgesprochen habe „ich schmeisse jetzt die Schule und fahre nur noch Rad“. In Erster Linie möchte ich Spaß am Radfahren haben, zusammen mit Freunden. Jetzt mache ich erst mal die Schule fertig und dann sehen wir weiter, ob ich meinen Traum von einer Profikarriere verwirklichen kann.

Frank: Ziele für 2010?

Felix: Ich möchte ne spaßige Saison ohne Verletzungen.

Frank: Danke an?

Felix: An erster Stelle danke ich meinen Eltern, da sie mich immer supported haben und es noch immer tun, ohne sie wäre nichts so wie es jetzt ist. Dann danke ich auch noch allen meinen Sponsoren: Alpina Eyewear, Sr Suntour, Leafcycles. Magnet Jeans, Reuberbike, Schwalbe und DT Swiss.

Frank: Na dann, hau rein und eine verletzungsfreie Saison!

Felix: Danke für das Interview.

Check him ride: