On the run mit Carlo & Joscha

by Charles 21/03/11

Sobald die Temperaturen das erste mal nicht mehr unter Null gehen und die ersten Sonnenstrahlen die Augen blenden, ist der unmittelbare Gedanke, dass die neue Saison begonnen hat. Aber ganz so schnell geht das in Deutschland nicht. Es vergehen noch einige Woche bis alles wieder fahrbar ist.
Also was macht der Freeride Pro, um sich auf die Saison vorzubereiten? Er fährt nach Südfrankreich, um dort ein paar mediterrane deluxe Trails fahren zu gehen. In dem Glauben haben wir unser James Cook mega Wohnmobil beladen. Mit insgesamt 6 Bikes (jeweils ein Bike für Mediterrane Downhill Trails & für Jumptrails) haben wir uns zu dritt auf den Weg gemacht, dass süsse Leben Frankreichs für zwei Wochen zu erkunden.

Als wir die ersten 500 Kilometer hinter uns haben, bekommen wir von unseren beiden Kontaktmännern Sebastian & Martin aus Finale Ligure (erstes Reiseziel) einen Anruf, dass es wettertechnisch ziemlich übel für die nächste Tage aussieht und ob wir eine Alternative haben. Eine Alternative? Ja also wir könnten ja einfach direkt nach Montpellier fahren und uns dort treffen. Hammers Spots und alles super. Und jetzt kommts dicke. Das Wetter für den Süden Frankreichreichs ist komplett für’n Arsch, es regnet überall und sogar in Barcelona ist das Wetter schlecht. WHAT?
Tja und somit nimmt unser Trip eine Wendung ein, die wohl keiner geahnt hat. Wir entscheiden uns erstmal die Nacht in Deutschland zu bleiben, im Wohnmobil zu pennen und am nächsten Tag eine Entscheidung zu treffen. Am morgen darauf brechen wir nach Augsburg auf, denn dort ist das Wetter gut und wir können Pumptrack fahren gehen. Aus dem einen Tag werden drei Tage in Augsburg und wir können uns kein bisschen beklagen. Trails, im Wald shredden, Pumptrack, etc., und das alles bei T-shirt freundlichem Wetter. Obwohl wir immer die Wetterverhältnisse für Frankreich im Auge behalten, genießen wir es mit den ganzen A-town Jungs abzuhängen und deren Spots zu fahren. Am letzten Tag in Ausgburg entscheiden wir uns Frankreich komplett zu skippen und dafür lieber weiter nach Regensburg zu fahren. Die Wettervorhersage ist immerhin 16+…. Bevor wir jedoch aufbrechen, müssen wir leider unseren dritten Mann Kjeldy zum Bahnhof bringen, dass dieser leicht angeschlagen schon auf den Trip mitgekommen ist, in der Hoffnung sich bei dem mediterranen Klima Frankreichs auszukurieren. Sorry Boi.

In Regensburg geht es direkt weiter mit dem Gute-Laune-Wetter und nicht nur die Sonne lässt uns auch hier nochmal volle dreieinhalb Tage bleiben. Folgende Gründe lassen sich hierfür aufführen: unser unglaublicher Deluxe-Gastgeber Martin (action-shot.tv); ein genialer Wald, in welchen man in kürzester Zeit die coolsten Lines bauen kann; Radfahren in diesem Wald; Martins Cablecam; eine wirklich schöne Altstadt; Demograffics an den Turntables; Gourmet Frühstück & Abendessen by Martin & Kristin, u.v.m..
Wie der Name es erahnen lässt, kann es allerdings auch in Regensburg dann doch mal zu regnen anfangen und wir machen uns auf die Heimreise, denn in Berlin soll es schön werden die Tage. Bevor es aber ganz nach Hause geht, checken wir auf dem Weg noch das fette „Radquartier“ in Hof, schmeißen uns über Resi und Foampit als gebe es kein morgen mehr und sind beeindruckt, was Robin Specht da auf die Beine gestellt hat.
Und wenn man schonmal in der Gegend ist, dann kann man auch gleich noch einen Abend in Dresden verbringen, besonders wenn Uwe Buchholz zu einem unglaublich amüsanten und mitreißenden Vortrag über „20 Jahre Mountainbiken“ lädt. Wir hoffen sehr, dass es von dieser genialen Veranstaltung eine Wiederholung geben wird, oder vielleicht sogar eine Tournee?!! Es war einfach grandios und bildete den perfekten Abschluss unserer kleinen Reise durch’s schöne, sonnige Deutschland.

Carlo & Joscha