Roger Rinderknecht Interview

by Charles 12/05/09

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Roger ist wieder auf dem Mountainbike unterwegs. Nachdem sich Roger in den letzten 2 Jahren verstärkt auf seine Olympiateilnahme im BMX Race vorbereitet hat, ist er in diesem Jahr wieder auf allen Mountainbike WorldCups am Start. Das zweite Rennen von insgesamt 8 Rennen für die Gesamtwertung im WorldCup ist rum und die Richtung für Roger steht fest, es geht nach Vorne!
Ein Grund für uns mal nachzufragen, wie es Roger geht und wie die Saison läuft.

MTBISOKAY: Erstmal Glückwunsch für die Podiums Platzierung beim 2 WorldCup in Houffalize. Vielleicht erstmal ein kurzes Resume zum Event, der Strecke und dem Race. Wie war es für dich?
RR: Houffalize war ein gelungener Event. obwohl es auf den ersten Blick wie ein verschlafenes Dörfchen ausschaut, kamen die zuschauer in scharen. Flutlich, tausende Zuschauer, Musik, Feuerwerk… und ein dritter Rang im Race. Ich bin wunschlos glücklich.

 

Das zweite mal Finale in diesem Jahr. Ein dritter Platz in Houffalize für Roger. Pic: Hoshi K. Yoshida

MTBISOKAY: Die Strecke war mit 450 Meter knapp halb so lang wie der WC Kurs in Pietermaritzburg. Was liegt dir mehr?
RR: Grundsätzlich versuche ich so vielseitig wie möglich zu sein. Anpassungsfähigkeit ist ein wichtiger punkt im 4x. 1min10sek fahrtzeit in Südafrika war definitiv einwenig zu viel. Es nimmt einwenig den absoluten sprint-charakter aus dem race. Bei so langer Fahrtzeit muss man wärend den Qualiläufen schon Energie sparen, um noch ’saft‘ für das Finale zu haben. Es schaut aber irgendwie doof aus wenn wir uns mitten im race nach hinten orientieren und nach Möglichkeit die beine baumeln lassen… Ich denke eine fahrtzeit zwischen 45s und 55sek ist optimal. Houffalize war mit 46s knapp drin.

MTBISOKAY: Machen die längeren Strecken Sinn für dich? Wegen mehr Möglichkeiten zu überholen usw.?
RR: Es ist weniger die Länge welche über Möglichkeiten zum überholen entscheiden. Wenn nach 55sek alle ‚blau‘ sind und sich nur noch damit beschäftigen müssen selber irgendwie über die Runden zu kommen und unter Sauerstoffmangel nicht zu stürzen, gibt es keine Attacken mehr. Vielmehr ist es das layout. Wir brauchen längere Geraden mit schwierigen Sprungkombinationen und sonstigen Hindernissen um den Fahrern die Möglichkeit zu geben gegenüber den Anderen was herauszuholen. Die Überholmanöver müssen von den Kurven auf die geraden gebracht werden um sie fair zu machen. Einfach in jemanden reinbomben kann jeder. Auf einer Line an jemandem vorbeizuziehen braucht skills!

BAAAM....Mit viel Kraft aus dem Gate. Ich mag dieses Foto sehr. Pic: Hoshi K. Yoshida

MTBISOKAY: Es macht den Eindruck, als würden die BMX Olympia Teilnehmer von letztem Jahr ein Vorteil in diesem Jahr haben. Liegt das am härteren Training? Oder ist man einfach gelassener, weil es ja „nur“ ein World Cup ist und nicht Olympia, auf das man sich solange vorbereitet hat?
RR: Ich habe tatsächlich viel gelernt in der Zeit vor und während den Olympischen Spielen. Sei es im Training, Ernährung, Mental usw. ich bin mir sicher, diese Erfahrung hat mich zu einem kompleteren Racer gemacht. Graves, Prokop und ich waren jedoch auch schon vor den spielen ganz vorne dabei. man hat uns nur schon beinahe wieder vergessen.. WE ARE BACK!
Im ernst, die 4x szene hat sich gut entwickelt. auch hier wird die Spitze immer breiter und das allgemeine Niveau steigt stetig. Auch mit der ganzen Präsentation an den Events, Freecaster und Eurosport 2. Der Sport ist auf dem richtigen Weg.

Danke und viel Erfolg für die nächsten World Cups!
They are back! Nach der Quali in Houffalize stehen Jared Graves und Roger ganz Oben. Pic: Hoshi K. Yoshida

Roger zeigt den Anderen wo es lang geht! Pic: Hoshi K. Yoshida

Down and OUT