Summertime Blog

by Charles 10/08/09

Summertime is Funtime
Wir hatten neulich schon mal ein Update von Tristan und Tillmann zum Mega Avalanche. Jetzt gibt es den kompletten Abriss zu ihrer Tour nach Frankreich …

Abi geschafft – was nun? Klar, ein Roadtrip der die anstehenden Rennen und einen entspannenden Urlaub verbindet! Die Idee war simpel und vielversprechend zugleich. Während des Sommers ist man eh permanent unterwegs um verschiedene Events mitzunehmen, es liegt also nahe das Ganze zu verbinden. Das Set Up für den Trip war optimal: statt das ursprünglich eingeplante Automobil zu nutzen, mieteten wir uns kurzfristig einen geräumigen Transporter. Somit war die Mobilität gesichert. Als Reiseziele standen der Megavalanche in Alpe d’Huez, inklusive Sprintavalanche einige Tage zuvor, der SDC in Wiriehorn (SUI) sowie die Deutsche Meisterschaft in Bad Wildbad auf dem Plan.
Schließlich starteten wir 4. Juli frühmorgens mit viel Begeisterung, Motivation und Geschwindigkeit (bis zum ersten Blitzer).

Nachmittags im kleinen Bergdorf Alpe d’Huez angekommen suchten wir ewig unser Appartement. Sprachbarrieren machten es uns nicht leichter…
Am Montag ging es dann los. Liftkarten abgeholt, und ab ging es auf die traumhaften Strecken, die wir schon aus den Vorjahren kannten. Einige Modifikationen gab es, manches wurde Entschärft – für den Fahrspaß jedoch völlig unerheblich!

Tristan beim Sprint Avalanche Cup. Ein unfassbar guter Trail.

Mittwoch ging es früh raus. Spintavalanche war angesagt. Ein Downhillrennen wie in Frankreich üblich: kein Training am Renntag, dafür zwei Läufe von denen der Beste gewertet wird. Tristan und ich starten nacheinander. Mein Lauf funktionierte wie erhofft, doch am letzten Sprung lande ich etwas seltsam, stürze und lasse mich von Sanitätern wegbringen. Eine schwere Erfahrung die ich noch nie zuvor machen musste. Mir ist sofort klar, dass dies ein ungünstiger Zeitpunkt für größere Verletzungen ist, schließlich wollten wir in den nächsten Wochen viel Radfahren.
Tristan bring eine neue Bestzeit runter, kann seine Platzierung jedoch nicht mehr verbessern, da wir beide beim Arzt auf die Diagnose warten. Am Ende erreicht er den 56. Platz.
Den nächsten Tag ließen wir aufgrund meiner Verletzung an der Schulter entspannt angehen. Wir unternahmen eine Wanderung durch den Ort. Am kleinen Flugplatz angekommen dürfen wir beobachten wie an einer Rundflugmaschine das Fahrwerk beim Landen zerbricht. Ein ansehnliches Spektakel, bei dem glücklicherweise niemand zu Schaden kommt.

Trotz kaputter Schulter gibt es positive Vibes von Tillmann

Non-Stop-DH Tillmann hat lieber zur Kamera gegriffen, als den Kopf in Sand zu stecken. Tillmann & Tristan beim Race in der Schweiz

Die darauf folgende Woche verbrachten wir in der Nähe von Marseille am Mittelmeer. Dort konnten wir Sonne, Strand und Meer genießen und uns körperlich erholen.
Schließlich fuhren wir in die Schweiz um das Rennen am Wiriehorn zu bestreiten. Für mich endete der Spaß nach einem Trainingstag, da meine Schulter nicht ausreichend belastbar ist. Tristan fuhr das Rennen und ich verlieh mein Rad an einen bedürftigen Freund. Die Bedingungen waren äußerst schwierig, da es Freitag und Samstag unaufhörlich regnete. Zum Fahren natürlich ein großes Vergnügen, welches mit der Einfahrt ins Fahrerlager schnell endet. An diesem Wochenende unterstütze ich meinen Teamkollegen und Kumpel nach Kräften, sodass er sich nur aufs Fahren konzentrieren musste. Dies gelang ihm mit dem 39. Platz auch recht gut.

Wenn der Van zum Wohnraum wird

In Bad Wildbad erreichte das Chaos in unserem Auto einen Höhepunkt. Wir konnten unsere Sachen nicht mehr finden und es stank fürchterlich. So konzentrierten wir uns eher aufs Fahren und hatten Spaß. Für mich war es auch das erste Mal, dass ich wieder vernünftig Radfahren konnte. So checkten wir wie üblich schnelle Lines und trainierten ambitioniert auf der anspruchsvollen Strecke.

Tillmann war in Wildbad wieder zurück auf dem Bike. Pic: www.rad-i-o.de

Insgesamt war es eine super Reise mit viel Action, Spaß und reichlich neuen Erfahrungen und Eindrücken. Hoffentlich finden sich auch in den nächsten Jahren Mittel und Wege um derartige Reisen zu realisieren!