„The IRM“ Herbst Sessions

by Charles 30/12/10

Das sind besonders schöne News, weil sie direkt von unserem Kollegen Ralf Schupp kommen. Nach einer langen Saison als Filmer des IXS European Cup hat Ralf sich noch mal etwas Zeit genommen und dieses prickelnde Herbst Edit produziert. Als Fahrer war unser Lieblings Heizer Erik Irmisch am Gas. Ich bin geflasht davon und sage: „Wir wollen mehr“!!!


Ein paar Worte von Ralf zu dem Edit:

Treibender Keil bei diesem kleinen Projekt war die Idee der Reduktion. Normalerweise bin ich jobbedingt meist auf Rennen, Contests oder anderen Events mit der Videokamera unterwegs. Dabei kann ich Bilder schießen, die mich und hoffentlich auch Andere bewegen. Doch egal was ich tue, immer zieht das Geschehen an mir unwiederbringlich vorbei. Plötzlich ist Trainingsende. Oder es kommen die interessantesten Fahrer so knapp nacheinander, dass man unmöglich alle einfangen kann. Am besten so eng, dass sie im Bild zwangsläufig als undefinierter Klumpen enden. Oder ich habe die Aufnahme mit meinem Favoriten schlicht und einfach versaut. Okay, dann schieße ich das gleiche Bild eben mit einem anderen Fahrer…das kann eine Lösung sein, passt aber vielleicht farblich, vom Style oder einfach vom Gefühl her nicht. Oft bleibt jedoch nichts Anderes übrig, als einfach weiter zu filmen und am Ende des Tages auf das Material des besten Kompromisses zurückzugreifen.
Keinesfalls würde ich bei unserer kleinen Herbstsession von kompromisslosem Filmen sprechen. Trotzdem fand ich die Eingangs erwähnte Reduktion auf zwei Köpfe und ihre Werkzeuge sehr angenehm. Es geht nicht darum, mit möglichst wenigen Menschen seine Zeit zu verbringen, sondern um fokussiertes Arbeiten. Das hat in unserem Fall sehr gut harmoniert. Ich hatte auch das Gefühl, dass wir beide Anfang Oktober zwar spürten, dass die Saison zu Ende ist aber so richtig wahr haben wollten wir das irgendwie beide nicht. Vielleicht kann man ja im Resultat sehen, das es vor wie hinter der Kamera gleichermaßen tierisch Spaß gemacht hat, die letzten warmen Sonnenstrahlen des Jahres abzufassen, im Wald zu sein und dabei ein bisschen Erde aufzuwirbeln.
Was die Auswahl der Spots angeht, waren wir uns ziemlich einig. Die Piste vom Gipfel des Keilberges ist bei uns Mitteldeutschen so etwas wie ein Heiligtum. „Bozi“ ist einfach seit Jahren schon ein Phänomen, das im groben Stil einer ausgeballerten Naturstrecke in der Gebirgsatmosphäre gleichzeitig irgendwie so sanft erscheint, dass es mir schwer fällt, die richtigen Worte zur Beschreibung zu finden. Wie Irm darüber denkt, weiß ich nicht aber für mich ist Bozi nicht nur eine Piste, sondern Teil meines persönlichen Fahrradhorizontes.

Dass dieser Horizont im Falle von Bozi ruhig vernebelt und feucht sein darf, ja fast schon muss, darüber hatten wir vorher natürlich auch gesprochen. Mit so viel Glück hatten wir dann aber doch nicht gerechnet. Naja gut, was heißt Glück – die wohl größten Konstanten am Keilberg sind neben dem Berg und der Kälte wohl auch der Nebel.

Umso mehr wurden wir am nächsten Tag auf Irm´s „privater“ Strecke mit gutem Licht verwöhnt. Dazu fand ich die gewählte Streckenführung abwechslungsreich, fordernd und irgendwie erfrischend, so dass ich ganz kurz einmal mehr mein geliebtes Fahrrad herbei wünschte, bevor ich Erik für den nächsten Take meine Bereitschaft signalisierte.

OUT